Festlegung des Anwendungsbereichs des QMS

Der Anwendungsbereich (Scope) definiert die Grenzen Ihres Qualitätsmanagementsystems. Er ist die Antwort auf die Frage: „Was genau wird hier eigentlich zertifiziert?“ Er muss als dokumentierte Information vorliegen und ist oft die erste Seite jedes QM-Handbuchs oder digitalen Portals.

Was muss der Anwendungsbereich beinhalten?

  1. Produkte und Dienstleistungen: Eine klare Auflistung dessen, was das Unternehmen anbietet. Beispielsweise: „Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Präzisionswerkzeugen“.
  2. Standorte: Welche physischen oder virtuellen Orte umfasst das System? Gehören die Außenlager dazu? Sind Homeoffice-Arbeitsplätze einbezogen?
  3. Begründung von Nicht-Anwendbareiten: Wenn bestimmte Anforderungen der Norm (z.B. Entwicklung) nicht zutreffen, muss das hier sachlich begründet werden.

Bei der Festlegung müssen die internen/externen Themen sowie die Anforderungen der Stakeholder berücksichtigt werden. Wenn ein wichtiger Kunde verlangt, dass die Software-Entwicklung nach ISO 9001 erfolgt, Sie diese aber aus dem Anwendungsbereich ausschließen, wird dies zu Problemen führen. Der Scope ist somit ein wichtiges strategisches Statement. Er sorgt für Klarheit bei Kunden und Auditoren und verhindert, dass das System durch eine zu weite oder zu enge Definition ineffizient wird.