Ressourcen, Infrastruktur und Prozessumgebung

Das Management muss bestimmen und bereitstellen, was für die Durchführung der Prozesse nötig ist. Dies klingt banal, ist aber in der Praxis oft eine Herausforderung.

Infrastruktur: Hierzu zählen nicht nur Gebäude und Anlagen, sondern auch die gesamte IT-Landschaft, Transportmittel und Kommunikationsmittel. Ein veraltetes Warenwirtschaftssystem kann beispielsweise ein massives Qualitätsrisiko darstellen. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass die Infrastruktur instand gehalten wird und immer den aktuellen Anforderungen entspricht.

Prozessumgebung: Qualität entsteht dort, wo Menschen gut arbeiten können. Die Norm fordert eine angemessene Arbeitsumgebung. Das betrifft physische Faktoren (Sauberkeit, Licht, Lärm, Temperatur) ebenso wie soziale und psychologische Faktoren (Stressvermeidung, respektvolles Miteinander, emotionale Sicherheit). Ein toxisches Arbeitsklima führt unweigerlich zu einer höheren Fehlerquote, unabhängig von der Qualität der Maschinen.

Überwachungs- und Messmittel: Wenn Sie Messungen durchführen, um die Qualität zu beweisen (z.B. eine Waage oder ein digitales Messgerät), müssen diese Geräte kalibriert und rückführbar sein. Ein falsches Messergebnis wiegt das Unternehmen in falscher Sicherheit und kann gravierende Folgen haben. Hier ist eine lückenlose Dokumentation der Prüfmittelüberwachung zwingend.