Kompetenz, Schulung und Qualifikation

Der Mensch ist der wichtigste Qualitätsfaktor. Daher verlangt die ISO 9001 ein systematisches Kompetenzmanagement. Es reicht nicht mehr zu sagen: „Wir haben gute Mitarbeiter“; man muss es beweisen können.

Der Kompetenz-Zyklus:

  1. Bedarfsermittlung: Welche Kompetenzen benötigen wir für welche Stelle? Dies wird oft in Anforderungsprofilen oder Kompetenzmatrizen festgehalten.
  2. Ist-Analyse: Welche Kompetenzen bringen die aktuellen Stelleninhaber mit? Wo gibt es Lücken?
  3. Aktion: Durchführung von Schulungen, Mentoring-Programmen, Job-Rotation oder externen Weiterbildungen, um die Lücken zu schließen.
  4. Wirksamkeitsprüfung: Dies ist der am häufigsten vernachlässigte Punkt. Die Norm fragt: „Hat die Schulung wirklich die Kompetenz gesteigert?“ Ein bloßes Teilnahmezertifikat reicht nicht. Beweise können ein Test nach der Schulung, eine Beobachtung am Arbeitsplatz oder ein Feedbackgespräch nach drei Monaten sein.

Wichtig: Auch Leiharbeiter oder externe Dienstleister, die unter Ihrer Kontrolle arbeiten, müssen über die notwendige Kompetenz verfügen. Die Dokumentation von Qualifikationsnachweisen (Lebensläufe, Zeugnisse, Zertifikate) muss revisionssicher geführt werden.