Professioneller Umgang mit Fehlern und Nichtkonformitäten

Fehler sind menschlich, aber ihr wiederholtes Auftreten ist ein Systemversagen. Die ISO 9001 fordert einen strukturierten Prozess, um auf Abweichungen zu reagieren.

Schritte nach einem Fehler:

  1. Sofortmaßnahme (Korrektur): Den Schaden begrenzen (z.B. falsche Teile aussortieren, Kunden informieren).
  2. Ursachenanalyse (Root Cause Analysis): Herausfinden, warum der Fehler passiert ist. (Methoden: 5-Why, Ishikawa).
  3. Korrekturmaßnahme: Das System so ändern, dass dieser Fehler nie wieder passieren kann (z.B. neue Software-Sperre, Prozessänderung).
  4. Wirksamkeitsprüfung: Nach einiger Zeit prüfen, ob die Maßnahme wirklich gegriffen hat.

Wichtig: Eine Korrektur (Symptombehandlung) ist keine Korrekturmaßnahme (Ursachenbehandlung). Nur wer die Wurzel des Übels packt, verbessert sein System nachhaltig. Eine lückenlose Dokumentation dieser Schritte ist für das Lernen aus Fehlern unverzichtbar.